Chronik

Vorkriegszeit

Bild: Kutsche
Auf Beschluß der damaligen deutschen Reichsregierung war die Brandschutztätigkeit gemäß geltender Bestimmungen der Feuerpolizei und Löschordnung in allen Orten zu organisieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Schöneiche wurde laut Protokoll am 28. August 1933 gegründet.

Für die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr erklärten 34 Kameraden ihre Bereitschaft. Es waren laut Stammrolle die folgenden Bürger unseres Ortes:
  • Willi Aschenbrenner   
  • Franz Aschenbrenner
  • Max Baschin
  • Karl Biroth
  • Otto Blisse
  • Georg Bochow
  • Bruno Boy
  • Erich Conrad
  • Hermann Große
  • Wilhelm Gruban
  • Hermann Heide
  • Erich Kienbaum
  • Willi Kurtze
  • Georg Kurtzner
  • Paul Kurtzner
  • Franz Lehmann
  • Willi Lehmann
  • Ewald Neuendorf
  • Richard Popanz
  • Paul Puhlmann
  • Willi Puhlmann
  • Paul Ribbecke
  • Willi Ribbecke
  • Paul Ruden
  • Kurt Schadow
  • Paul Schadow
  • Walter Schadow
  • Karl Schulze
  • Willi Schulze
  • Willi Stiehm
  • Paul Uckert
  • Berthold Weise
  • Hermann Wollschläger
  • Willi Wolter

Die Leitung und Ausbildung übernahm der Lehrer des Ortes Erich Conrad.

Als Technik für die Löschtätigkeit stand den Kameraden eine Pferdezug - Handspritze zur Verfügung. Diese Spritze war aus dem Jahre 1912 und wurde dem Ort während des 1. Weltkrieges von einem Ziegeleibesitzer vom Schöneicher Plan gestiftet.

Im Ort gab es zu diesem Zeitpunkt 3 Feuerlöschbrunnen, die vom Kreisbrandinspektor Colvenbach des Kreises Teltow am 11. November 1928 abgenommen und übergeben wurden. Ihre Leistung betrug zwischen 2000 bis 4500 l/min. Sie standen jeweils an den beiden Ortsausgängen und an der Schulecke (Dorfaue - Lindenstraße - Sportplatzstraße). Die Kosten für alle drei Brunnen betrugen insgesamt 2686,- Reichsmark.

Die Kameraden haben in den folgenden Jahren ihren Dienst gewissenhaft durchgeführt.

 Mit Beginn des zweiten Weltkrieges werden viele Kameraden zum Kriegsdienst einberufen. Es folgen Leid und Elend. Die Stärke der Wehr schmilzt stark zusammen.

Die Brandschutztätigkeit mußte aber wieder aktiviert werden und in umfangreichen Werbeaktionen werden wieder fähige Bürger für die Arbeit in der Feuerwehr gewonnen.


Am 23. September 1942 erhielt die Wehr ihre erste Motorspritze mit einer Nennleistung von 800 l/min. Zu diesem Zeitpunkt taten 20 Bürger ihren freiwilligen Dienst in der Wehr. Für die Dienstdurchführung war während der Kriegsjahre Ewald Neuendorf als Wehrleiter verantwortlich.

kurz nach dem Kriege

Mit dem Kriegsende und dem Zusammenbruch des deutschen Reiches ist auch die Tätigkeit in der Feuerwehr zusammengebrochen. Nach 1945 hatte Georg Kurtzner als Wehrleiter die schwierige Aufgabe die Wehr neu aufzubauen. Es mußte neue Technik beschafft werden. Unter seiner circa 6-jährigen Leitung hat sich die Wehr wieder stabilisiert. Eine neue Motorspritze wurde angeschafft und ein Tragkraftspritzenanhänger wurde von den Kameraden in freiwilliger Tätigkeit nach Feierabend hergerichtet.

In den fünfziger Jahren leiteten die Geschicke der Wehr als Wehrleiter die Kameraden

Heinz Boy, Max Baschin und Rudi Bolduan .

Am 01. September 1952 kam es zu einem Scheunenbrand in der Lindenstaße (Grundstück Willi Heide ). Den Bericht des damaligen Wehrleiters Heinz Boy kann man hier nachlesen.

Max Baschin war 5 Jahre im Amt des Wehrleiters tätig. In dieser Zeit war die vordringlichste Aufgabe die Rekonstruktion des Gerätehauses in der Sportplatzstraße gegenüber der Gärtnerei Genschow.

1958

Kamerad Heini Magasch übernahm das Amt des Wehrleiters.

1961

Am 27. Juni 1961 vernichtete ein Waldbrand durch fahrlässige Brandstiftung etwa 10 ha Wald im Wert von 31 Tausend Mark.

Es wurden 5 Kontrollen in 27 Objekten zum vorbeugenden Brandschutz durchgeführt.
Dabei wurden 112 Mängel festgestellt und deren Beseitigung gefordert.


Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrangehörigen konnte nur nach Feierabend gewährleistet werden, da sich die Arbeitsstellen alle außerhalb des Ortes befanden.


Am 21. November 1961 mußte die Wehrleitung Rechenschaft zur Arbeit in der Wehr abgeben. 18 Kameraden waren Mitglied der Wehr und davon 13 in der Gewerkschaft organisiert. 1 Kamerad wurde republikflüchtig und 1 Kamerad wurde in der Wehr neu aufgenommen. Die Kameraden leisteten 323 freiwillige Stunden beim:
- Ausbau des Gerätehauses
- Aufstellen der Sirene
- Instandhaltung der Straßenbeleuchtung
- Bäume verschneiden
und in der Ernte.

1962

Die Stärke der Wehr betrug 20 Kameraden. Kamerad Marker ist nach Zossen verzogen. Ab Oktober arbeitete an der örtlichen Schule eine Arbeitsgemeinschaft ,,Junge Brandschutzhelfer " mit 18 Kindern 14-tägig unter der Leitung des Kameraden Herbert Kunkel.

Die Kameraden leisteten 340 Stunden im NAW für die Gemeinde und bei der Ernte.

Einsätze:
- im Frühjahr ausrücken zum Waldbrand im Telzer Wald
- im Juli 2x ausrücken zur Beseitigung von Wasserschäden nach starken Regenfällen

Bei der Herbstinspektion wird die Note “2” für Pflege und Wartung der Technik erreicht.

Der Schlauchtrockenturm wurde mit Holzschutzmittel imprägniert.

4 neue Kameraden wurden in die Wehr aufgenommen. Der Brunnen in der Sportplatzstraße mußte mehrmals abgepumpt werden, damit er wieder brauchbar wurde.

1964

Die Bürger Günter Broße, Rudi Rust, Franz Thiel, Paul Puhlmann und Jochen Stock werden in der Wehr neu aufgenommen.

Wegen Disziplinarvergehen scheiden die Kameraden Manfred König und Kurt Ruden aus der Wehr aus.

Die Zusammenarbeit zwischen Rat der Gemeinde - Bürgermeister und Wehr ist gut. 353 Stunden werden im NAW (Nationales Aufbauwerk) durch freiwillige Arbeit am Gerätehaus (Schaffung eines Schulungsraumes, Schlauchaufzug, Schaukasten usw.), in der Landwirtschaft, beim Straßenbau und an der Ortsbeleuchtung geleistet.

Am 19. April und am 29. Mai 1964 - Bekämpfung von Waldbränden in der Gemarkung Kallinchen Ortsausgang Schöneiche . Es waren 12 bzw. 11 Kameraden sowie 15 bzw. 6 Gemeindemitglieder im Einsatz tätig.

Am 15. September mußte die Wehr zum Scheunenbrand durch Blitzschlag zum Schöneicher Plan - Gemarkung Telz ausrücken. 17 Kameraden und 20 Einwohner leisteten Hilfe. Weiterhin waren die FF Zossen, FF Mittenwalde und das Kommando Königs Wusterhausen eingesetzt. Die Kameraden unserer Wehr übernahmen die Brandwache und Aufräumarbeiten am 15. und 16. September 1964.

Für den vorbeugenden Brandschutz wurden 9 Gruppen zu je 2 Kameraden für die Brandschutzkontrollen in den festgelegten Straßen gebildet:

Zossener Straße FM G. Broße
FM Rust
Dorfaue   1 bis 13 HFM Bienge
FM  Jochen
Dorfaue 14 bis 28 OFM Bochow
LPG-Mitglied Mann (Brandschutzbeauftragter)
Lindenstraße links OFM Baschin
FM Strezelecki
Lindenstraße rechts HFM Wolter
OFM B. Schulz
Kallinchener Straße links OFM Gerschewski
HFM P. Ruden
Kallinchener Straße rechts OFM H. Lehmann
OFM W. Lehmann
Sportplatz Straße LM H. Kunkel
OFM Steffen
Schöneicher Plan OFM A. Wolter
OFM M. Rehbein

Bei 4 Kontrollen wurden insgesamt 21 Mängel festgestellt.

Durch Zugang von weiterem Schlauchmaterial kann die Löschwasserversorgung in der Kallinchener Straße jetzt endlich gesichert werden. Schwerpunkt der Beschaffung bleiben weiterhin:
- ein neuer TSA mit Luftbereifung
- ein B- Strahlrohr mit Absperrhahn
- vier Steigegurte  1,10 und 1,20m lang
- ein Kellerfrosch ( Wasserstrahlpumpe )

Die Einsatzbereitschaft kann jetzt durch 10 im Ort beschäftigte Kameraden Tag und Nacht abgesichert werden.

1965

Die Wehr hat jetzt eine Stärke von 26 Kameraden. Davon sind 2 Kameraden aus Alters- bzw. Krankheitsgründen passiv geführt.

Norbert Magasch wurde am 01. April und Josef Purr am 01. September Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche.

Josef Hoffmann ist am 01. Oktober wegen schlechter Dienstbeteiligung aus der Wehr entlassen worden.

953 Stunden haben die Kameraden bei der:
- Generalüberholung des TSA
- dem Umbau des Gerätehauses
- in der Landwirtschaft
- beim Wegebau und Gemeindearbeiten
sowie der Instandhaltung der Straßenbeleuchtung geleistet.

Am 26. September waren 12 Kameraden für Aufräumungsarbeiten bei dem Scheunenbrand in Kallinchen eingesetzt.

Im vorbeugenden Brandschutz wurden durch die verantwortlichen Gruppen in den einzelnen Straßenzügen 62 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 101 Mängel festgestellt. Dabei lagen die Schwerpunkte in den elektrischen Anlagen der gemeindeeigenen Grundstücke.

 Die Ausrückezeit beträgt Nachts 8 Minuten und am Tage 7 Minuten.

Die Flachspiegelbrunnen befinden sich in der Zossener Staße, Dorfaue (Schulecke), Lindenstraße (Mühle-Storbeck) und in der Kallinchener Straße.

Zur besseren Löschwasserversorgung werden weitere Brunnen am Ende der Kallinchener Straße und ein zweiter auf der Dorfaue gefordert.

1968

Stärke der Wehr ist 30 Kameraden. Erstmals sind 2 weibliche Kameradinnen dabei!
In diesem Jahr wurden durch Werbeaktionen 7 Neuzugänge für die Wehr erreicht.

Zur Sicherung der Tagesbereitschaft wird die Bildung von Frauenlöschgruppen in den örtlichen Wehren von den Verwaltungsorganen gefordert. Der Anfang mit zwei weiblichen Angehörigen ist erreicht.

Als Alarmierungssysteme werden jährlich die 3 Systeme in unserem Ort:
- Sirene
- Hörner
und die stille Alarmierung überprüft.

Die Dienstdurchführung erfolgt konsequent 14-tägig an den Dienstagabenden von 19 - 21 Uhr auf der Grundlage ausgehändigter Dienstpläne.

Im vorbeugenden Brandschutz wurden 67 Kontrollen durchgeführt. Dabei mußten 78 Mängel festgestellt werden.

Die Schwerpunkte des vorbeugenden Brandschutzes sind:
- die LPG-Objekte
- die Mühle
- die Strohmietenplätze
- die Rinderställe
- der Schweinestall
und das Gasthaus Bochow - Schützenhaus

Kamerad Manfred Lehmann absolvierte im November einen Gruppenführerlehrgang am ABK Nauen mit der Note gut, erfolgreich.

 

1969

Die Sollstärke der Wehr beträgt 30 Kameraden. Die Iststärke liegt bei 35, davon 4 weibliche Kameradinnen. Es sind 3 Neuzugänge und 1 Abgang aus persönlichen Gründen zu verzeichnen.

Trotz der Stärke der Wehr liegt die Dienstbeteiligung nur bei schlechten 50%.

Der Stamm von 15 Kameraden zeigt eine gute Disziplin. Die Beteiligung der 4 weiblichen Kameradinnen wird mit lobenswert erwähnt.

Die Wehr stellt sich das Ziel, bis zum 21. Jahrestag der DDR, die Leistungsstufe 2 im Wettbewerb der Feuerwehren zu erreichen.

Im Brandgeschehen muß die Wehr immer wieder zu Waldbränden durch unsachgemäße Feuerstellen der sowjetischen Armee ausrücken. Durch das schnelle Eingreifen der Wehr und der FF Zossen sowie durch die Einwohner selbst konnten größere Schäden verhindert werden.

Doch am 12. August in der Zeit von 13-15 Uhr kam es durch leichtsinniges Entschlacken an der Bahnlinie Schöneicher Plan zu einem Getreidefeldbrand. Wegen des fehlenden Wundstreifens wurden 7 ha Gemenge im Wert von 40 Tausend Mark vernichtet.

Zum Einsatz kamen:
- 15 Kameraden der FF Schöneiche
- 10 Einwohner
- das TLF der FF Zossen
sowie ein Traktor mit Pflug

Die Brandschutzkontrollen werden konsequent durchgeführt. Bei der Kontrolle von 42 Wohnstätten werden 44 Mängel festgestellt. Bei den LPG-Objekten waren bei 49 Kontrollen 52 Mängel festzustellen.

 
Im Dezember 1969 hat der tragische Tod unseres Wehrleiters Heiny Magasch alle Wehrangehörigen tief erschüttert.
Durch sein offenes Auftreten und die gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeindevertretern, der Wirkungsbereichsleitung der Feuerwehren und der Abteilung Feuerwehr des Volkspolizeikreisamtes hat unsere Wehr hohe Würdigung und Anerkennung erfahren. Viele Urkunden der Gemeindevertretung, der Abteilung Feuerwehr sowie der staatlichen Versicherung zieren den Schulungsraum und zeichnen die Führungskraft Heiny Magasch als Wehrleiter und die Arbeit der Wehr aus.

1970

In einer außerordentlichen Dienstversammlung am 7. Januar unter Leitung des stellvertretenden Wehrleiters Herbert Kunkel wird über die neue Zusammensetzung der Wehrleitung ausgiebig beraten. Als Ergebnis dieser Versammlung werden für die neue Leitung

- Kamerad Franz Jochen als Wehrleiter
- Kamerad Herbert Kunkel als Stellvertreter für E und A
- Kamerad Manfred Lehmann als Stellvertreter für VB
- Kamerad Gerhard Steffen als Gerätewart
vorgeschlagen und von der Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung berufen.

Auch die neue Wehrleitung setzt sich für die konsequente Fortführung der Wehrarbeit ein.

So wurden beim Leistungsvergleich im April und Mai im Wirkungsbereich gute Plätze erreicht und mit einem Pokal die Leistungen geehrt. Zum 21. Jahrestag der DDR erhielt die Wehr am 7. Oktober die Leistungsstufe 2 des Wettbewerbes der Feuerwehren.

Die freiwilligen Arbeiten unserer Kameraden zur Verschönerung unseres Ortes wurden fortgesetzt. Desweiteren wurden 3248 kg Kernschrott und 52 kg Buntmetall für die Volkswirtschaft gesammelt.

Eine Motorkettensäge wurde angeschafft. 3 Kameraden machten die Kettensägenführer - Erlaubnis. Kamerad Peter Itschok und Kameradin Elfriede Schneider besuchten einen Kurzlehrgang für TS-Maschinisten. Kamerad Herbert Kunkel absolvierte einen Wehrleiterlehrgang am ABK Nauen.

Mit dem Rat der Gemeinde und der Wehrleitung mußte die Mitgliederkartei aktualisiert werden. Die Beschaffung von Geräten und Ausrüstungen sowie neue Uniformen für die Frauengruppe und den Rest der Männer ist nach der vorgegebenen Ausrüstungsnorm ein weiterer Schwerpunkt.

Im vorbeugenden Brandschutz wurden 73 Einzelkontrollen in Wohnstätten sowie Querschnittskontrollen durch die Wehrleitungsmitglieder, dem ABV Jasper sowie Brandinspektor Kliemann
- bei der LPG und deren Objekten
- in den Gärtnereien
und im Handel (Konsum) durchgeführt.

An den Dienstabenden wurden unter Anderem die Themen:
- Schutz des Waldes
- Schutz der Ernte
und der Schutz der Lagerstätten für Heu und Stroh behandelt.

Am 9. September bekämpften 21 Kameraden der FF Schöneiche, die FF Mittenwalde und die FF Zossen einen Altölbrand auf der Mülldeponie Schöneicher Plan.

1971

Die Sollstärke der Wehr beträgt 31 Kameraden. Die Iststärke sind 31 aktive und 4 passive Kameraden. Bei den aktiven Kameraden tun 5 Kameradinnen ihren Dienst.

Weiterhin sind 2 Neuzugänge zu verzeichnen.

1972

Die Sollstärke der Wehr beträgt 31 Kameraden. Die Iststärke sind 33 aktive und 8 passive Kameraden. Bei den aktiven Kameraden tun jetzt 6 Kameradinnen ihren Dienst. Es sind insgesamt 6 Zugänge zu verzeichnen (4 männl. und 2 weibl.).
Ein Kamerad ist verzogen und ein weiterer leistete seinen Ehrendienst in der NVA.

Von 18 Kameraden wurden 260 NAW-Stunden geleistet.

1973

Am 12. Mai wurde im Wirkungsbereich bei der Einsatzübung durch die Wehr der 1. Platz und in der Schnelligkeitsübung der 3. Platz erreicht.
Bei der Kreismeisterschaft am 26. Mai erreichte unsere Jugendgruppe bei der Einsatzübung den 3. Platz im Leistungsvergleich.

Im September 1973 wurde, den Festlegungen der Abteilung Feuerwehr des VPKA entsprechend, eine Brandschutzgruppe gebildet. Ihr gehören die Kameraden:
- Erich Wolter
- Bruno Schulz
- Kurt Gerschewski
- Harry Koch
und der Stellvertreter für VB Kamerad Manfred Lehmann an.
Durch die bessere Anleitung der kleineren Gruppe wird gleichzeitig das Niveau der Brand- und Querschnittskontrollen erhöht.

In Arbeitseinsätzen wurden von den Kameraden 202 Stunden für den Wettbewerb im NAW geleistet.

1975

Die Sollstärke der Wehr beträgt laut Vorgabe jetzt nur noch 20 Kameraden. Die Iststärke sind 27 Kameraden. Davon sind 5 passive und leider nur noch 3 weibliche Kameraden. 3 Kameraden sind durch Wohnungswechsel in andere Orte aus der Wehr ausgeschieden. Dies sind Manfred Herrmann, Harry Wolter und Heinz Lehmann. Mit den Kameraden Manfred Herrmann und Harry Wolter hat die Wehr zwei sehr gute und aktive Mitglieder verloren.

Die Freiwillige Feuerwehr ist durch ihre Aktivitäten ein verläßlicher Kulturträger unseres Ortes und fördert die aktive Zusammenarbeit aller Vereine und Organisationen.

Zur Verschönerung des Ortes wurden 538 Stunden nach Feierabend geleistet. Großen Anteil hatten die Kameraden :
- Peter Itschok       mit 60 Std.
- Gerhard Steffen    mit 51 Std.
- Norbert Magasch   mit 37 Std.
- Franz Jochen        mit 25 Std.

Die Wehrleitung schlägt im Rechenschaftsbericht der Gemeindevertretung den Kauf bzw. die Beschaffung eines eigenen Löschfahrzeuges B 1000 vor, da der Vorspanndienst durch die Verlagerung der LPG-Technik nach Großmachnow nicht mehr gewährleistet war.

Bei Vergleichskämpfen im Wirkungsbereich haben nur die FF Schöneiche und die FF Kallinchen teilgenommen.

Die FF Schöneiche nahm am zentralen Wettkampf des Kreises Zossen in Rangsdorf in der Disziplin ,,Löschangriff" teil und belegte von 18 angetretenen Wehren den 7. Platz.

Die Kameraden Elfriede und Norbert Magasch gestalteten den Schaukasten in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Brandschutzthemen. Sie leisten damit für die Wehr eine gute Öffentlichkeitsarbeit. In der Rechenschaftslegung wurde ihnen dafür besonderer Dank ausgesprochen.

Am 4. Mai und am 10. August 1975 (jeweils ein Sonntag) mußte die Wehr zur Hilfeleistung bei umfangreichen Müllbränden auf der Mülldeponie Schöneicher Plan ausrücken. Die Einsatzbereitschaft der Kameraden war sehr gut. Zum Einsatz kamen am 4. Mai 16 Kameraden und am 10. August 22 Kameraden.

1976

Kamerad Franz Jochen gibt sein Amt als Wehrleiter aus beruflichen und privaten Gründen ab. Kamerad Herbert Kunkel kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Wehrleitung mitarbeiten.

In einer Dienstversammlung im August wird, gemeinsam mit der Bürgermeisterin Charlotte Nitsch, offen über die Bildung einer neuen Wehrleitung beraten.

Als neue Wehrleitung werden im Ergebnis die Kameraden:
- Norbert Magasch als Wehrleiter
- Manfred Lehmann als Stellvertreter E und A
- Peter Itschok als Stellvertreter VB
- Gerhard Steffen als Gerätewart
berufen.

1977

Kamerad Erich Wolter mußte wegen Krankheit und Invalidität aus der Brandschutzgruppe ausscheiden. Er bleibt aber passives Mitglied der Wehr.

Der jugendliche Kamerad Eberhard Wehlmann mußte wegen wiederholter vorsätzlicher Brandstiftung aus der Freiwilligen Feuerwehr ausgeschlossen werden. Wir verurteilen seine Handlungsweise auf das Schärfste. Welcher Schaden hätte entstehen können, wäre es zu einem großen Brand gekommen?

Von 23 Kameraden wurden 551 NAW-Stunden im Wettbewerb ,,Schöner unsere Städte und Gemeinden" geleistet. Dabei waren die Kameraden:
- Peter Itschok                mit 70 Std.
- Manfred Lehmann          mit 45 Std.
- Elfriede Magasch            mit 36 Std.
- Norbert Magasch            mit 33 Std.
- Gerhard Steffen             mit 32 Std.
- Josef Purr                     mit 26 Std.
besonders aktiv.

1977 wurden für die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr die im Ort beschäftigten Bürger
- Lothar Schulz
- Eckhard Thiele
- Manfred Heide
- Burkhard Strezelecki
für Einsätze während der Arbeitszeit verpflichtet.

 Durch Kinderhand angezündet, verbrannte in den Mittagsstunden an einem Junitag ein alter, zum Abriß vorgesehener Schuppen auf einem Grundstück in der Kallinchener Straße.

1978

Durch die Kameraden der Wehr wurden 3 Schrottsammelaktionen durchgeführt, bei denen 11,4 Tonnen Stahlschrott abgegeben werden konnten.

Eine neue Motorkettensäge (polnisches Fabrikat) wurde im Herbst angeschafft. Die Lieferung war allerdings erst für 1979 zugesagt.

Zu 8 Einsätzen mußte die Wehr in diesem Jahr ausrücken. 4x zur Bekämpfung von Waldbränden und 4x zur Beseitigung von Wasser- und Sturmschäden.

Kamerad Peter Itschok absolvierte einen 14- tägigen Lehrgang für vorbeugenden Brandschutz im ABK Nauen mit Erfolg.

Zum Gruppenführer qualifizierten sich die Kameraden Siegfried Schulz und Burghard Pundt bei einem Kurzlehrgang in Baruth.

1979

AL 12
Die Kameraden der Wehr leisteten im Wettbewerb ,,Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit" 750 Stunden beim:
- Verlegen von Gehwegplatten
- Verschneiden der Hecke und Rotdornbäume
- Ausholzen des Parks
- Durchführung der Dorffestspiele
- Aufräumarbeiten, Einlagerung von Brennmaterial und Rasenmähen im Kindergarten und vieles mehr.

Bei 3 Schrottsammelaktionen wurden 16,9 t Stahlschrott gesammelt und der Metallaufbereitung übergeben.

Die lange bestellte ausfahrbare Anhängeleiter vom Typ AL 12 wurde durch die aktive Verhandlungsführung unserer Bürgermeisterin Charlotte Nitsch bei den zuständigen Organen letztendlich geliefert und der Wehr übergeben.

Für die Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft ,,Junge Brandschutzhelfer" konnten 8 Jugendliche gewonnen werden. Jetzt wurde eine neue AG unter der Leitung von Norbert Magasch gegründet.

Seit mehreren Jahren laufen Bemühungen der Wehrleitung und der Bürgermeisterin, das Gerätehaus in der Sportplatzstraße umzubauen und einen massiven Schlauchtrockenturm zu errichten. Die ersten Steinlieferungen trafen verspätet zum Jahresende 1979 ein. Es waren ganze 1536 Stück.

Die Kameraden Peter Nitsch, Harry Steffen und Peter Wolter besuchten einen Kurzlehrgang für Maschinisten in Wünsdorf.

Dreimal mußte die Wehr zu Waldbränden und einmal zum Auspumpen von Kellerräumen ausrücken.

1980

TSA
Die Brandschutzgruppe für den vorbeugenden Brandschutz setzt sich aus den Kameraden:
- Peter Itschok als Stellvertreter für VB
- Harry Koch
- Bruno Schulz
- Kurt Gerschewski
- Franz Jochen
und Wolfgang Jochen zusammen.

Der Vorspanndienst im Ort ist nicht mehr gewährleistet !!!

Der TSA muß bei Übungen und Einsätzen von den Kameraden oftmals im Laufschritt und von Hand gezogen werden, was nicht gerade Freude bereitet und die Kameraden erschöpft am Einsatzort eintreffen läßt.

Erstmalig wurde am 20. September ein internes Sportfest der Wehrangehörigen im Feuerwehrkampfsport durchgeführt. 27 Kameraden nahmen daran teil. Die Sieger wurden mit Urkunden und den Wanderpokalen ausgezeichnet.

Die Anerkennung als ,,Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" auf der Grundlage der Direktive 33/77, bekam unsere Wehr anläßlich des 31. Jahrestages der DDR bei der Festveranstaltung am 1. November überreicht.

Die Medaille für ausgezeichnete Leistungen erhielten die Kameraden:
- Peter Itschok im vorbeugenden Brandschutz
- Gerhard Steffen als Maschinist und Gerätewart
und Norbert Magasch für seine hohe Einsatzbereitschaft und guten Leistungen im Brandschutz.

Direkte Einsätze hatte die Wehr einmal zum Müllbrand (VEB Deponie Schöneicher Plan), zweimal zu Waldbränden und einmal zur Beseitigung eines umgestürzten Baumes an der Straße nach Kallinchen.

1981

In aufopferungsvoller Arbeit führen die Kameraden:
- Ralf Prenzel
- Fred Prenzel
- Bernd Prenzel
- Dieter Nährig
- Jürgen Wehlmann
- Norbert Magasch
sowie Siegfried Schulz in ihrer Freizeit die Restaurierung der alten Pferde-Handdruckspritze durch. Nach unzähligen Arbeitsstunden ist sie jetzt wieder voll funktionsfähig.
Handruckspritze
Handruckspritze

1982

Den Kameraden:
- Herbert Kunkel
- Gerhard Steffen
- Franz Jochen
- Bruno Schulz
- Kurt Gerschewski
und Franz Thiel wird die Ehrenmitgliedschaft in der Wehr zuerkannt.

Kamerad Peter Itschok übernimmt die Funktion des Gerätewartes.

Kameradin Helga Itschok absolvierte einen Lehrgang für vorbeugenden Brandschutz im ABK Nauen. Gut ausgebildet übernimmt sie die Funktion des Stellvertreters für VB in der Wehrleitung. Damit ist erstmals in der Geschichte der Wehr eine Frau in der Wehrleitung  tätig.

Ebenfalls erstmalig ist es gelungen, eine komplette Frauengruppe in der Wehr aufzustellen. In der AG ,,Junge Brandschutzhelfer" arbeiten derzeit 15 Jugendliche mit.

Am 28. August 1982 verstirbt nach einem tragischen Unfall unser Kamerad Jürgen Wehlmann im Alter von 20 Jahren. Er zeigte stets eine gute Einsatzbereitschaft und war jederzeit bereit seine Freizeit für die Wehr zu opfern. Wir werden ihn nie vergessen.

1983

Die Sollstärke der Wehr beträgt 30 Kameraden. Die Iststärke liegt bei 28 Kameraden.

Davon sind 19 männliche und 9 weibliche aktive Angehörige.

Die Wehr hat jetzt 12 Ehrenmitglieder. Diese sind die Kameraden Wilhelm Gruban, Franz Jochen, Franz Thiel, Kurt Gerschewski, Erich Wolter, Gerhard Steffen, Arthur Wolter, Günter Broße, Herbert Kunkel, Josef Purr, Bruno Schulz und Wilfried Näpelt.

Das Diensthabendensystem im 14-tägigen Rhythmus mit den Funktionen
- Gruppenführer
- Maschinist
- Brandursachenermittler
werden konsequent durchgeführt.

Zu 5 Waldbränden mußte die Wehr ausrücken. Die Ursachen der Brände waren stets verlassene Feuerstellen der Angehörigen der Sowjetarmee.

Im NAW wurden beim:
- Umbau des Gerätehauses auf der Dorfaue
- Baumaktionen
- Schrottsammlungen
- verschneiden der Hecke und Rotdornbäume
- individueller Hilfeleistung für die Bürger
- Mitwirkung bei gesellschaftlichen Veranstaltungen
insgesamt 880 Stunden geleistet.

Bei der Bestenermittlung am 4. Juni im Feuerwehrkampfsport des Kreises Zossen war unsere Wehr in der Disziplin “Löschangriff” durch die Frauengruppe, in der 4x100m Stafette mit 4 Kameraden, bei der 100m-Hindernisbahn mit 3 Kameraden und beim 100m-Lauf (Schnellster Feuerwehrmann) durch einen Kameraden vertreten.

In allen Disziplinen wurden mittlere Plätze erreicht.

28. August 1983 - 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schöneiche

TLF
Am 28. August 1983 wurde die Festveranstaltung ,,50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schöneiche" auf dem Festplatz an den Kiesgruben durchgeführt.




Unter Mitwirkung der Wehren des Wirkungsbereiches und der Freiwilligen Feuerwehr Mittenwalde wurde eine Technikausstellung ,,Feuerwehr Gestern und Heute" gezeigt.

Technikausstellung zum 50- jährigen Bestehen der FFw Schöneiche


Weiterhin wurden 3 Schauübungen zum Ausbildungsstand der Kameraden gezeigt.


Durch viele Sach- und Geldspenden der Bürger von Schöneiche wurde zum Gelingen dieses Festes beigetragen. Weiterhin dankt die Wehr für die Unterstützung durch:
- den Rat der Gemeinde Schöneiche
- den Frauenchor Schöneiche
- den Karnevalclub Schöneiche
- den DFD
- die Gaststätte Bochow
- Herrn Harald Scheerbarth
und einigen Sportsfreunden des DAV

Im Referat der Eröffnung des Festes wurden mit herzlichen Worten die Bürger Paul Schadow, Franz Lehmann, Max Baschin, Hermann Heide, Willi Wolter und Wilhelm Gruban als Teilnehmer an der Gründungsversammlung und noch lebenden Zeugen erwähnt und gedankt.

Willi Gruban ist noch heute Ehrenmitglied der Wehr und wurde zu seinem Geburtstag am Vortage mit einem Präsentkorb und einer Beförderungsurkunde geehrt.

Die Wehr bekam anläßlich des Festes, auf Initiative des Wirkungsbereichsleiters Kamerad Dieter Thomas ein Vorspannfahrzeug LF 8 ohne Normbestückung über geben. Damit war das Problem Vorspanndienst gelöst.

1984

In Anerkennung der hervorragenden kulturellen Arbeit des Frauenchores fand das jährliche ,,Fest des Liedes”, getragen vom Kulturbund des Kreises Zossen, in Schöneiche statt.

Alle gesellschaftlichen Organisationen des Ortes tragen zum Gelingen des Festes bei. Die Freiwillige Feuerwehr revanchiert sich für die Unterstützung des Frauenchores beim Fest ,,50 Jahre FFw” mit vielen Aktivitäten, wie z.B.:
- Luftgewehr-Preisschießen
- Wildschwein am Spieß
- Technikausstellung
- Kinderbelustigung u.s.w.

 

1985

Die Wehr wurde zur Bekämpfung von 3 Waldbränden, 1 Müllbrand (Deponie Schöneicher Plan) und einem Schuppenbrand auf dem Schöneicher Plan alarmiert.

Bei dem großen Waldbrand am 2. Juni an der Zossener Chaussee wurden 9,6 ha Wald mit einem Wert von ca. 96.000,- Mark vernichtet.

Die AG ,,Junge Brandschutzhelfer” besteht aus 11 Schülern im Alter von 10-15 Jahren. Die Jugendlichen Jens Wandtke, Diana Schulz, Jens Eichler sind wegen Beginn der Berufsausbildung ausgeschieden. Die Schüler Jens Grothe und Mario Kerstan werden in der AG neu aufgenommen.

Im Juli unternimmt die AG eine Exkursion ins Militärmuseum der sowjetischen Streitkräfte mit Besichtigung des Diorama in Wünsdorf.

1986

In diesem Jahr mußte die Wehr 1 mal zum Müllbrand (Schöneicher Plan) und 6 mal zum Waldbrand ausrücken.

Am 9. Januar verstirbt unser langjähriger stellvertretender Wehrleiter Herbert Kunkel.

Am 2. Februar verstirbt unser Kamerad Erich Wolter. Er war ebenfalls mehrere Jahre Leitungsmitglied und Ehrenmitglied der Wehr.

Beide Kameraden haben sich für eine gute Entwicklung der Wehr in den 50er und 60er Jahren aktiv eingesetzt und mußten sich in den letzten Jahren aus Krankheitsgründen zurückziehen.

Gemeinsam mit den trauernden Familien erfolgte die Beisetzung in allen Ehren und Gedenken.

1988

Die Sollstärke der Wehr ist mit 30 aktiven Kameraden gesichert. Es sind 20 männliche und 10 weibliche Angehörige sowie 11 Ehrenmitglieder.

Unsere Pferde-Handdruckspritze wird jährlich zu vielen Feuerwehr-Jubiläen als Ausstellungsstück angefordert. In diesem Jahr war sie im Juni in Gallun und am 5. September zum Wohngebietsfest in Zossen.

Kameradin Helga Itschok besuchte vom 5. bis 9. Dezember einen Lehrgang zur Kontrolle im Brandschutz im ABK Nauen.

Es arbeiten jetzt 2 Arbeitsgemeinschaften ,,Junge Brandschutzhelfer” in der Wehr. Diese sind :
die AG 1 mit 9 Schülern unter der Leitung des Kameraden Norbert Magasch
und die AG 2 mit 14 Schülern unter der Leitung der Kameradin Helga Itschok.

Im Rechenschaftsbericht wird der Bau eines massiven Schlauchtrockenturmes als dringend gefordert und um die Unterstützung der Gemeindevertretung und der Kommissionen gebeten.

Die Wehr wurde in diesem Jahr insgesamt 7 mal alarmiert. Dabei handelte es sich 3 mal um Waldbrand, einen Waggonbrand auf dem Schöneicher Plan, 1 mal Sturmschaden, 1 mal Hilfeleistung und 1 mal war es ein Fehlalarm.

1989

Anläßlich des Republikgeburtstages im Oktober erhielten
5 Kameraden   die Medaille für 10 Jahre treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr
1 Kameradin    die Medaille für 20 Jahre treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr
1 Kamerad      die Medaille für 30 Jahre treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr

Den Kameradinnen Hannelore Wehlmann und Monika Wilde wurde die Qualifikationsspange der Brandschutzorgane überreicht.

In den nächsthöheren Dienstgrad der Freiwilligen Feuerwehr wurden die Kameradin Bärbel Schadow, der Kamerad Dietmar John und der Kamerad Frank Wiese befördert.

Am 9. November 1989 geschieht das Unfaßbare. Die Mauer ist offen!!!

Mit dem Jahreswechsel 1989/1990 bittet Kamerad Manfred Lehmann nach 20-jähriger, aktiver Mitarbeit in der Wehrleitung um Abberufung von der Funktion als Stellvertreter für EAW aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen.

Zu Einsätzen der Wehr kam es bei einem Waggonbrand (Schöneicher Plan),bei 2 Müllbränden, bei 2 Waldbränden und 2 mal bei der Beseitigung von umgestürzten Bäumen. 3 mal gab es Fehlalarm.

 

1990

Die neue Wehrleitung wird jetzt von den Kameraden:
- Norbert Magasch als Wehrleiter
- Helga Itschok als Stellvertreterin für VB
- Frank Wiese als Stellvertreter für EAW
gebildet und bestätigt.

Von 1963 bis 1990 war Charlotte Nitsch Bürgermeisterin unseres Ortes. Sie förderte stets die Zusammenarbeit aller Organisationen in unserem Ort. Besonderes Interesse hatte sie an einer guten Feuerwehr. Mit all unseren Fragen und Problemen konnten wir jederzeit zu ihr kommen, und erhielten ihre volle Unterstützung.

Mit der politischen Wende im gesellschaftlichen Leben veränderte sich auch die Arbeit in den Organisationen. Die Verwaltungsorgane mußten sich erst neu formieren.

Am 6. Mai findet die erste demokratische Kommunalwahl in Freiheit und ohne Diktatur statt. In deren Ergebnis wird Erwin Rust als erster Bürgermeister nach der Wende gewählt.

Ihm zur Seite stehen die Abgeordneten Klaus Schadow, Eckhard Thiele, Olaf Schulz, Ingrid Steffen, Gerhard Kockert, Manfred Jochen, Günter Kurtz, Reinhard Lück und Horst Gonschoreck.

Die Brandschutztätigkeit wird auch von der neuen Gemeindevertretung unterstützt.

Die Wehr wurde zu 3 Waldbränden und zu 2 Schuppenbränden angefordert.

1991

Im Juli erhält die Freiwillige Feuerwehr Schöneiche vom Löschzug Ostenland ein TLF 16. Die feierliche Übergabe des Fahrzeugs wurde durch Ansprachen, Austauschen von Gastgeschenken und dem anschließenden fröhlichen Beisammensein ein unvergeßliches Erlebnis für die Kameraden beider Wehren. An diesem Tage entwickelte sich eine feste Freundschaft zwischen den Kameraden aus Ostenland und Schöneiche.

 

Mit dem neuen, noch nicht umgeschriebenen, TLF wurden die Kameraden der Wehr zu einem Kornfeldbrand nach Dahlewitz gerufen. Dieses war der erste Einsatz mit dem neuen Fahrzeug. Weiterhin wurden wir zu 5 Waldbränden alarmiert.

Beim 5. Stadtzeltlager am Deister verlebten 7 Jugendliche der Jugendfeuerwehr unter Leitung von Norbert Magasch und Helga Itschok erlebnisreiche Tage gemeinsam mit der dortigen Jugendfeuerwehr und Gästen aus Schkeuditz.

1992

Im Januar informieren sich in Delbrück der Bürgermeister und Kameraden der Wehr über Fragen zum Bau eines neuen Gerätehauses in Schöneiche.

Zum Besuchsteam gehören Erwin Rust, Norbert Magasch, Jürgen Gliese, Olaf Schulz und Heinz Baschin.

Besichtigt wird das Gerätehaus der Feuerwehr in Bentfeld sowie die der 5 Löschzüge der Stadt Delbrück.

In Schöneiche ist ein neues Feuerwehrgerätehaus geplant, das im Erdgeschoß
- 2 Löschfahrzeugen
- 2 Tragkraftspritzenanhängern
- 1 Anhängeleiter DL 12
nebst der gesamten Ausrüstung der Wehr Platz bieten soll.

In diesem Jahr wurde ein trauriger Rekord aufgestellt. Die Wehr wurde zu insgesamt 61 Einsätzen gerufen. Dabei handelte es sich im einzelnen um:
· 35 Waldbrände
· 12 Müllbrände
· 3 Flächenbrände
· 2 Wohnhausbrände
· 1 Garagenbrand
· 1 Verkehrsunfall
· 1 PKW Brand
· 1 Sturmschaden (umgestürzter Baum)
· 1 Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes
· 1 Brand einer Textilreinigung und
· 3 Fehlalarmierungen

Besonders zu erwähnen sind hier die Kameraden :
- Norbert Magasch mit 46
- Elfriede Magasch mit 34,
- Dieter Nährig mit 32,
- Sven Diebert mit 26,
- Volker Huschke mit 25,
- Olaf Schulz mit 24,
- Peter Nitsch mit 21,
- Jens Grothe mit 21,
- Jürgen Gliese mit 21,
- Henry Kniesigk mit 19 Einsätzen.

Auch unser TLF mußte in diesem Jahr leiden. So mußte die Saugstrahlpumpe nach einem Lagerschaden ausgetauscht werden und nach dem Einsatz beim Brand der Textilreinigung in Klausdorf war eine Neulackierung fällig. Die rechte Fahrzeugseite hatte sich mit starker Blasenbildung in Richtung schwarz verfärbt.

1993

Am 28. August feierten wir das 60-jährige Bestehen unserer Wehr.

Die Jubiläumsveranstaltung fand gemeinsam mit dem 500. Geburtstag unserer Gemeinde statt.

Zu den Feierlichkeiten wurden auch die Kameraden des Löschzug Ostenland herzlich eingeladen. Durch die starke Beteiligung der Kameraden aus Ostenland fühlen wir uns sehr geehrt. Aufgrund der Unterbringung unserer Gäste in den Familien der Schöneicher Wehrangehörigen wurden die schon bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Wehrangehörigen weiter vertieft.

Der Freiwilligen Feuerwehr ist aus Anlaß ihres 60-jährigen Bestehens ein generalüberholter Barkas B 1000 von der Gemeindeverwaltung übergeben worden.

Unser besonderer Dank gilt der Gemeindeverwaltung, unter Leitung des Bürgermeisters, auch für die finanzielle Absicherung unseres Festes.

Auch die FF Mittenwalde und unsere Jugendfeuerwehr trugen mit verschiedenen Übungen zum Gelingen des Festes bei.

Natürlich durfte auch ein Löschangriff mit unserer Pferde-Handdruckspritze nicht fehlen. Dabei machte unser Kamerad Norbert Magasch als Vorreiter eine sehr gute Figur.